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Kette aus großer Kugelperle und Scheibenperlen, modern gereiht

Ident. Nr.: ÄM 8133/01

ObjID: obj:594519

Details (expert)

Involved
George Andrew Reisner (5.11.1867 - 6.6.1942),
Grabungsleiter*in
Walter Wreszinski (8.3.1880 - 9.4.1935),
Mäzen*atin
Dating
Kerma (Mittel/Obernubien)
Geographical references
Material / Technique
Fayence (Material), blau
Dimensions
Länge x Durchmesser: 37 x 3 cm

Object Description

Bemerkenswert am Friedhof im nubischen Kerma ist die große Anzahl der Fayencefunde, die bereits dem Ausgräber George A. Reisner auffiel. Während Scherben von Fayencegefäßen oft zu Kerma-typischen Objekten gehörten, waren die Perlen und Amulette häufig wie ihre ägyptischen Pendants gefertigt. Große Kugelperlen wiederum sind ein Merkmal des nubischen Habitus und wurden ausnahmslos wie lange Halsketten als Statussymbole getragen, wohingegen Scheibenperlen für Halsketten oder Gürtel Verwendung fanden. Die Perlen stammen aus dem Schutt eines der Gräber in Kerma und wurden modern aufgefädelt.

Last updated: 14.11.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).