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Gemme mit Darstellung der thronenden Göttin Isis-Fortuna mit Steuerruder als Beschützerin der Schiffahrt

Ident. Nr.: ÄM 9821

ObjID: obj:595196

Details (expert)

Creator/Entity
Antiquarium, Königliche Museen zu Berlin (1830 - 1918),
Vorbesitzer*in
Date(s)
Historische Datierung: 1. Jh. n. Chr.
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 1,2 x 0,8 x 0,3 cm

Object Description

«Moderne Goldfassung. Auf dieser Gemme (…) sitzt Isis (…) in Dreiviertelansicht auf ihrem gedrechselten Thron. Im rechten Arm hält sie ein üppiges Füllhorn, mit der Linken faßt sie das am Boden stehende Steuerruder. Wie wohl auf allen Gemmen trägt sie auch hier nicht das sonst übliche Gewand mit dem „Isisknoten“ und dem Fransenmantel: Der hochgegürtete, ärmellose Chiton fällt in lockeren, feinen Falten, im Schoß bauscht sich der Mantel und hängt mit einem langen Zipfel über den rechten Arm. Das Haar ist an der Seite eingerollt und fällt in langen Locken auf die Schultern. Auf dem Kopf trägt sie die ihr eigenen Attribute Kuhgehörn, Sonnenscheibe und Feder (…). – (…) Unter der Segmentlinie: AΛKH (linksläufig) „Stärke, Kraft, Tapferkeit“, wohl ein Wunsch für den Träger des Steines.»
Aus: Philipp, Hanna, Mira et Magica. Gemmen im Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin-Charlottenburg, Mainz am Rhein 1986, S. 57-58.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Magischer Ziegel mit dem Spruch 151 aus dem Totenbuch

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Der Ziegel wurde aus Nilschlamm hergestellt, mit einer Inschrift versehen und anschließend ungebrannt als Grabausstattung in einer Nekropole von Abydos deponiert.Zusammen mit zwei anderen Ziegeln (Berlin ÄM 15558 und Kairo CG G9442) wurden sie als einzige beschriftete Objekte des Grabes D36 dort vorgefunden. Aufgrund der unzureichenden Dokumentation des Grabfundes, welche zur Wende des 18. und 19. Jahrhunderts durchgeführt wurde, ist die genaue ursprüngliche Lage der Ziegel im Grab nicht bekannt.Die Inschrift dieses Ziegels nennt den Namen der Istencheb, die als Tochter des kuschitischen Herrschers Schabaka im 7. Jahrhundert v. Chr. lebte. Auf allen drei Ziegeln fehlen jedoch ihre königlichen Titel.Solche sogenannten „Magischen Ziegel“ waren Schutzobjekte für die Verstorbenen, indem sie das Grab aus allen vier Himmelsrichtungen vor Gefahren absicherten. Sie sind mit unterschiedlichen Teilen des Totenbuchspruches 151 auf Hieratisch, einer kursiv-hieroglyphischen Schriftform, beschriftet. Es kann angenommen werden, dass diese Sprüche im Rahmen des Begräbnisrituals ausgesprochen wurden. Die Verteilung der Magischen Ziegel ist nicht zwingend auf die geographischen Himmelsrichtungen begrenzt, sondern ist rituell bedingt, da die reine Anwesenheit der Ziegel schon ihre Schutzfunktion garantiert. Auch die Anzahl der mitbestatteten Ziegel ist variabel. Grundsätzlich werden die Ziegel mit bestimmten Schutzsymbolen, und somit auch Himmelsrichtungen, assoziiert. Diese konnten als Figur oder Amulett auf die Ziegel aufgesetzt werden. Bei dem Magischen Ziegel ÄM 15558 hängen eine Statue in Mumienform als Schutzsymbol und der Norden als Himmelsrichtung zusammen.A. Gantenbrink

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