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Bohrkopf

Ident. Nr.: ÄM 21189

ObjID: obj:597975

Details (expert)

Involved
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Dating
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Additional titles
Collection title: Bohrkopf
Translation: Drill Head
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 11 x 7,5 x 6,4 cm

Object Description

Bei der Steinbearbeitung kamen neben Werkzeugen wie Hammer, Säge und Meißel auch verschiedene Arten von Bohrern zum Einsatz. In der Regel wurden sie zur Weiterverarbeitung von Basaltblöcken und zur Aushöhlung von Steingefäßen genutzt. Ein Bohrer bestand aus einem Antriebsmechanismus und einer Triebstange, an welcher entweder ein steinerner Bohrkopf oder ein kupferner Zylinder angebracht sein konnte. Bei der Gefäßherstellung wurde zunächst die äußere Form herausgearbeitet, bevor der kupferne Röhrenbohrer die zylindrische Aushöhlung vornahm. Anschließend konnten die Steingefäßhersteller den entstandenen Hohlraum nach Bedarf mit einem Bohrkopf aus Feuerstein oder Quarzit vergrößern. Während dieses Aushöhlungsvorgangs wurde ein Schleifmaterial zur schnelleren Ausarbeitung des Steingefäßes hinzugefügt. Die auffälligen Riefen an den Bohrkernen sprechen für ein Schleifmittel wie Quarzsand, welches mit kleinen Quarzkristallen angereichert war. Nachdem die Steingefäße fertiggestellt wurden, blieben häufig, wie im Haus P 47.2 zu sehen, die benutzten Bohrkerne zurück.
Aus: Hackbeil, C., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 362 (Kat.-Nr. 142).

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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