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Drehmühle

Ident. Nr.: ÄM 21322

ObjID: obj:598368

Details (expert)

Involved
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Dating
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Additional titles
Collection title: Drehmühle
Translation: Quern
Geographical references
Material / Technique
Basalt (Material / Stein), schwarz
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 7 x 14,5 cm

Object Description

Die Drehmühle als Teil einer Töpferscheibe sowie das bemalte Gefäß wurden im Haus des Oberbildhauers Thutmosis in P 47.1 gefunden, eine nähere Beschreibung des Fundortes liegt nicht vor. In diesem Wohnkomplex waren ähnlich wie in P 47.2 und P 47.3 Arbeitsräume integriert. Die Drehmühle aus Basalt wurde zunächst nicht als solche erkannt, was anhand einer Beschreibung als „unfertiger Gefäßdeckel“ deutlich wird. Drehmühlen stehen im Zusammenhang mit der Herstellung von Keramikgefäßen, von denen mehrere im gleichen Haus gefunden und möglicherweise in den Arbeitsräumen produziert wurden. Installationen, die auf die Ver- und Bearbeitung des Tons hinweisen, finden sich insbesondere in den Räumen 8 und 12 mit den jeweiligen Nebenzimmern. Alle haben einen sehr ähnlichen Grundriss mit einer als „erhöhter Sitzplatz“ bezeichneten Einrichtung, einem „Feuerbecken“ sowie Mulden als Standflächen für in den Boden eingelassene Tongefäße.
Nach: Breuer, S., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 288 (Kat.-Nr. 69).

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).