Statuette des thronenden Osiris-Jah, gestiftet von Zenes, Sohn des Theodotus
Ident. Nr.: ÄM 2458
ObjID: obj:598726
Contact
Institution:
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Email:
aemp@smb.spk-berlin.deCredit: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Sandra Steiß CC BY-SA 4.0
Credit: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Sandra Steiß CC BY-SA 4.0
Credit: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Sandra Steiß CC BY-SA 4.0
Details (expert)
- Involved
- Additional titles
- Collection title: Statuette des thronenden Osiris-Jah, gestiftet von Zenes, Sohn des TheodotusTranslation: Statuette of the enthroned Osiris-Jah, donated by Zenes, son of Theodotus
- Geographical references
- Material / Technique
- Bronze (Material / Metall); Vollguss
- Dimensions
- Höhe x Breite x Tiefe: 28 x 7,4 x 16 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/598726
Object Description
Die 2,6 kg schwere Statuette aus Bronze wird etwa auf 400 v. Chr. datiert und entsteht zu einer Zeit, die auch „Spätzeit“ genannt wird. Die Spätzeit umfasst neben zwei Phasen persischer Herrschaft auch Perioden der ägyptischen Selbstständigkeit vor der Eroberung durch Alexander den Großen im Jahr 332 v. Chr. Zu dieser Zeit befindet sich bereits eine große griechisch/ionische Bevölkerung in Ägypten, welche sich einst vor allem als Söldner und Handelsleute im Nildelta ansiedelten. Die hiesige Statuette ist ebenfalls ein Zeugnis dieser Kulturkontakte.
Auf der Basis der Statuette befindet sich die Inschrift: „Zenes, Sohn des Theodotos, machte dieses Götterbild der Selene, die Leben gibt.“ Neben den griechischen Namen in der Inschrift wurde die Statuette als ein Votiv für die griechische Mondgöttin Selene gefertigt, stellt jedoch das Abbild des Gottes Osiris-Jah (Osiris des Mondes) dar. Erkennbar ist dies an der typischen Darstellung des Osiris als Mann in Mumiengestalt, gehüllt in ein Leichentuch, mit Geißel und Krummstab in den Händen und einem sog. Götterbart. Des Weiteren trägt er eine Mondscheibe mit Sichel auf dem Kopf, was ihn spezifisch als Osiris-Jah identifiziert. Die Inschrift ist zwar hauptsächlich in griechischer Sprache, endet aber mit den Worten „die Leben gibt“, was typischerweise hinter den Namen ägyptischer Göttinnen und Götter steht und hier auch mit Hieroglyphen geschrieben ist.
Die Statuette ist damit ein eindrucksvolles Zeugnis des religiösen Synkretismus der Spätzeit, in dem sich griechische und ägyptische Glaubensvorstellungen und Sprachtraditionen miteinander verbanden.
Ph. Lengert
Last updated: 19.05.2026
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Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
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aemp@smb.spk-berlin.de