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Ohr- oder Perückenring ("Spaltring")

Ident. Nr.: ÄM 4353

ObjID: obj:599488

Details (expert)

Dating
18.–19. Dynastie
Datierung engl.: New Kingdom, 18th–19th Dynasty
Additional titles
Collection title: Ohr- oder Perückenring ("Spaltring")
Translation: Wig- or earring
Geographical references
Material / Technique
Jaspis (Material / Mineral), rot
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 1,5 x 2,55 cm

Object Description

Die Funktion dieser „Spaltringe“, die als Grabbeigaben dienten, als Ohr- oder Perückenringe ist noch immer nicht eindeutig geklärt. Die Haartracht der Ägypter konnte mit derartigen Schmuckelementen versehen werden. Beliebt waren für die glatt gearbeiteten Ringe roter Jaspis, aber auch andere Materialien wie Bein, Fayence, Glas, Kalkstein oder Karneol wurden verwendet. Sie konnten entweder in die Frisur eingeflochten oder Haarsträhnen und einzelne Zöpfe mit ihrer Hilfe befestigt werden.
(J. Jancziak)

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).