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Pavian-Amulett

Ident. Nr.: ÄM 5932

ObjID: obj:600434

Details (expert)

Date(s)
Spätzeit–frühe Ptolemäerzeit
Additional titles
Collection title: Pavian-Amulett
Translation: Amuletic figure of a baboon
Geographical references
Material / Technique
Fayence (Material), grün
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 3,4 x 1,2 x 1,4 cm

Object Description

Der Gott Thot wurde in Ägypten von der Frühzeit bis in die römische Zeit verehrt. Er trat entweder in Gestalt des Ibis oder als Pavian in Erscheinung. Eine seiner vielen Eigenschaften war die des Mondgottes mit der er unter anderem die Jahreszeiten und Mondphasen regulierte. Außerdem wurde er mit der Astronomie und Mathematik assoziiert. Auf dem Kopf trägt Thot die Mondsichel und Mondscheibe.
(M. Jung)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper