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Stele des königlichen Sandalenmachers Ripa

Ident. Nr.: ÄM 70

ObjID: obj:601074

Details (expert)

Dating
20. Dynastie
Additional titles
Collection title: Stele des königlichen Sandalenmachers Ripa
Translation: Stela of the royal sandalmaker Ripa
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 28,5 x 20,5 x 10,5 cm

Object Description

"Der schlichte, oben abgerundete Denkstein zeigt den königlichen Sandalenmacher Ripa, gefolgt von seinem Sohn Pabau, in anbetender Gebärde vor dem Jenseitsherrscher Osiris, dem der schakalköpfige Totengott Anubis schützend zur Seite steht. Die überlangen, schmalen Gestalten verraten einen Stil, der sich aus den schematisch skizzierten Papyrusvignetten entwickelt haben dürfte. Die Erwähnung von "Amon-Re, zu Gast im Wüstentale" im Text des Opfergebets weist offenbar auf die Herkunft des Grabsteines hin: den felsigen Talkessel von Der el-Bahari auf der Westseite Thebens, ein besonders heiliges Gebiet der Totenstadt, zu dem alljährlich Amon von Karnak in feierlicher Prozession über den Nil herüberkam."
Aus: W. Kaiser, Ägyptisches Museum Berlin. Östlicher Stülerbau am Schloss Charlottenburg (Berlin 1967) S. 78-79 (Kat. 811a).

Last updated: 13.05.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).