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Gemme mit Darstellung der Stadtgöttin Alexandria

Ident. Nr.: ÄM 9781

ObjID: obj:601999

Details (expert)

Involved
Antiquarium, Königliche Museen zu Berlin (1830 - 1918),
Vorbesitzer*in
Dating
Historische Datierung: 1. Jh. v. Chr.
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 1,7 x 1,4 x 0,3 cm

Object Description

Auf tordierten Säulen sitzt ein Tympanon, in dessen Mitte sich ein Stern oder Kreuz befindet. Sowohl der Giebel als auch die Kapitelle sind mit Pflanzenelementen, sehr wahrscheinlich Palmzweigen, geschmückt. Das Zentrum ist durch eine weibliche Büste im linksseitigen Profil ausgefüllt, die ein faltenreiches Gewand trägt. Die Kopfbedeckung kann als eine Elefantenhaube interpretiert werden, deren Haut durch Rauten angedeutet ist. Trifft diese Auslegung zu, dann handelt es sich um eine der vergleichsweise seltenen Darstellungen der Stadtgöttin Alexandria, deren Attribute um zwei Ähren zu ergänzen wären.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).