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Innerer, anthropomorpher Sarg des Nespamai, Priester in Achmim (Deckel)

Ident. Nr.: ÄM 31213/01

ObjID: obj:602255

Details (expert)

Dating
Ptolemäerzeit
Geographical references
Material / Technique
Holz (Material); stuckiert, bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 184 x 47 x 39,5 cm

Object Description

Der Deckel dieses Doppelsarges des Nes-pa-maj ist zusammengeflickt. Das Antlitz des Besitzers ist idealisiert wiedergegeben, und der Halskragen konventionell gehalten. Die Darstellungen des auf einem löwenfüßigen Bett aufgebahrten Osiris, beklagt von Isis und Nephtys, die ihrerseits von jeweils zwei sogenannten Horuskindern flankiert werden, finden ebenso wie die flügelstreckende Geiergöttin Nechbet und die langen Reihen spitzenmesserbewehrter Schutzdämonen sowohl auf dem kolossal wirkenden äußeren als auch auf dem zierlichen inneren Sargdeckel ihre Wiedergabe. Dazu gibt es raumfüllende religiöse Texte, die alte Vorstellungen tradieren.

Last updated: 20.03.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).