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Sitzfigur des Men-techenu

Ident. Nr.: ÄM 19289

ObjID: obj:606179

Details (expert)

Involved
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938)
Dating
Historische Datierung: Thutmosis III
Geographical references
Dimensions
Höhe: 83 cm (lt. Inv.)

Object Description

Mentechenu, ein Beamter aus der Zeit Amenophis' II., war "Vorsteher der Wache am Tor des Königspalastes" mit dem Ehrenrang eines "Wedelträgers zur Rechten des Königs". Als Zeichen seines Ranges hält er einen kleinen Straußenfederwedel in seiner linken Hand. Bekleidet ist er mit einem langen Gewand, das die rechte Brustseite oberhalb der Hüfte freilässt. Um den Hals trägt Mentechenu zwei Ketten aus goldenen Scheibenperlen, das so genannte "Gold der Tapferkeit". Diese Auszeichnung dürfte darauf hindeuten, dass er als Offizier Karriere machte, obwohl die Inschriften nur Amtstitel aus seinem zivilen Berufsleben nennen. Es war aber üblich, aus dem Dienst entlassene Offiziere in den staatlichen oder priesterlichen Verwaltungsapparat einzugliedern. Die Inschriften kennzeichnen das Bildnis als eine Tempelfigur.
(K. Finneiser)

Last updated: 25.08.2025

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).