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Boot mit Besatzung

Ident. Nr.: ÄM 13834

ObjID: obj:606294

Details (expert)

Involved
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938)
Geographical references
Material / Technique
Ton, gebrannt (Material); bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 21 x 16 x 56 cm

Object Description

Die Ausstattung der Toten konnte u.a. auch die Austattung mit einem Schiffsmodell umfassen. Das Berliner tönerne Modell mit Kajüte und Besatzung ist bislang ohne vergleichbare Parallelen. Es dürfte ein aus Papyrusbündeln gebundenes Boot wiedergeben. Das Bugende ist nach innen umgebogen und läuft in zwei auf der Bordwandung aufliegenden Hörnern aus. Das ursrünglich gleichfalls umgebogene Heck ist abgebrochen. Durchbohrungen hier und dort mögen Schnüre aufgenommen haben. Die drei roh geformten Männer hielten einst vielleicht Ruder.

Last updated: 15.10.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).