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„Ersatzkopf“ des Kahotep

Ident. Nr.: ÄM 16455

ObjID: obj:606399

Details (expert)

Involved
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
Dating
Historische Datierung: Niuserre'
Geographical references
Material / Technique
Kalkstein; Gips
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 30 x 18 x 32 cm

Object Description

Zu den rundbildlichen Werken des Alten Reiches gehören als Sonderform die sogenannten „Ersatzköpfe“, die überwiegend vom Westfriedhof in Giza stammen. Die Köpfe wurden in den Schächten, die zu den unterirdischen Grabkammern führten, in verworfener Lage entdeckt. Sie wurden sowohl in Männer- als auch Frauengräbern gefunden. Ihnen allen gemeinsam ist eine glatte Standfläche. Somit ist sicher, dass es sich um keine Statuenfragmente oder gesondert gearbeitete Teile von Figuren handelt, sondern um eigenständige Objekte. Wahrscheinlich sah man die Köpfe als ausreichendes Äquivalent für die Grabstatue an, die im Allgemeinen als Ersatzkörper im Grab aufgestellt wurde.
Der Ersatzkopf des Kahotep wurde in Abusir gefunden. Er weist im Gesicht einige Beschädigungen auf. Der porträthafte Gesichtsausdruck wirkt selbstsicher und stolz. Der Kopf ruht auf einem kräftigen Hals. Auffällig ist, dass das Kopfhaar aller Ersatzköpfe als glatte Kappe modelliert wurde und dass die Ohren häufig von vornherein fehlen oder abgearbeitet zu sein scheinen. Interessant ist, dass der Berliner Kopf einen Kalksteinkern besitzt, über den eine Stuckschicht modelliert wurde.

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Im Jahr 1908 wurde der anthropomorphe Holzsarg des zweiten Priesters der Neith Chai-Hor aus Kom Ombo, Sohn von Nechet-Hor-heb und Cha-bas, zusammen mit der darin befindlichen Mumienhülle aus Kartonage und der Mumie nach Berlin gebracht. Ursprünglich gehörte zu dem Ensemble noch ein äußerer Sandsteinsarkophag.Der Holzsarg des Chai-Hor wurde schwarz grundiert und polychrom dekoriert. Der proportional sehr große Kopfteil des bauchigen Holzsarg, dessen Vorderteil mit dem Gesicht und einem Teil der Perücke extra ausgearbeitet und an den Deckel befestigt wurde, hat eine fast quadratische Form. Das breite Gesicht des Sargdeckels ist umrahmt von einer schwarzen Perücke, deren einzelnen Haarsträhnen durch Längs- und Querstriche in gelber Farbe gekennzeichnet werden. Die Innenzeichnungen zeigen deutlich, dass es sich hier um eine gestufte Perücke handelt, die sich in der Ptolemäerzeit großer Beliebtheit erfreute. Unterhalb des schmalen Blütenhalskragens lässt sich eine Darstellung eines geflügelten Skarabäus mit einer Sonnenscheibe zwischen den Vorderbeinen erkennen, gefolgt von der knienden Himmelsgöttin Nut mit ausgestreckten Flügeln. In den darunter befindlichen drei Registern sieht man die Darstellungen der verschiedenen Gottheiten vor den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Osiris: Im oberen Register die erste Erscheinungsform des Osiris. Sie wird von Isis und Nephthys angebetet, die jeweils von zwei Horussöhnen flankiert werden. Im mittleren Register folgt die Darstellung von Horus und Thot vor einem Djed-Pfeiler mit dem Kopf des Osiris. Im unteren der drei Register sind Isis und Nephthys in Gestalt der geflügelten Göttinnen noch einmal abgebildet, die mit ihren ausgebreiteten Flügeln den mumienförmigen Osiris beschützen. Den Abschluss der Dekoration des Sargdeckels bilden die Darstellungen weiterer mumienförmiger Gottheiten, Anubis und Upuaut in Gestalt zwei sich gegenüberstehenden, auf Schreinen liegenden Schakalen im Fußbereich, sowie auf der Vorderseite der Basis die Szene des von Maat zu den vier mumiengestaltigen Gottheiten geführten Verstorbenen. Des Weiteren begrenzen Inschriftenbänder die Dekoration des Sargdeckels seitlich. Sie sind auch auf den Seiten der Sargwanne vorhanden.(I. Liao)