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Standfigur des schakalköpfigen Gottes Anubis

Ident. Nr.: ÄM 2466

ObjID: obj:606780

Details (expert)

Date(s)
Historische Datierung: 3. Zwischenzeit–Spätzeit
Additional titles
Collection title: Standfigur des schakalköpfigen Gottes Anubis
Translation: Statuette of the human figures, the jackal-headed god Anubis
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 17,1 x 4 x 6,3 cm
Höhe: 14,9 cm (ohne Zapfen)

Object Description

Die Statuette verkörpert den Gott Anubis in seiner Gestalt als menschliches Wesen mit einem Canidenkopf. Bekleidet ist dieser mit dem ägyptischen Schendit-Schurz. Auf dem Kopf trägt er die dreiteilige Strähnenperücke, die im Brustbereich den breiten Halskragen fast vollständig verdeckt. Der Gott garantiert die Regeneration des Verstorbenen in der jenseitigen, osirianischen Sphäre. Auch wenn für dieses Stück keine Herkunft bekannt ist, so kann im Vergleich zu anderen Objekten ihrer Art eine Beigabe aus einer memphitischen Nekropole vermutet werden. Der Grund hierfür ist die Kenntnis über einen großen Tierfriedhof für heilige Caniden, das sogenannte Anubeion, in diesem Gebiet.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper