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Opferbecken des Königs Ptolemaios I. für die Göttinnen Satis und Anuket

Ident. Nr.: ÄM 18901

ObjID: obj:606872

Details (expert)

Involved
Friedrich Zucker (30.6.1881 - 4.4.1973),
Grabungsleiter*in
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Dating
Ptolemaios I. Sotêr (Soter)
Datierung engl.: Ptolemy I Soter
Additional titles
Collection title: Opferbecken des Königs Ptolemaios I. für die Göttinnen Satis und Anuket
Translation: Offering basin of Ptolemy I dedicated to the goddesses Satis and Anukis
Geographical references
Material / Technique
Granit (Material / Stein), schwarz
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 16 x 79,5 cm

Object Description

König Ptolemaios I. stiftete die Opferschale, in der Blumen, Früchte und Bier dargebracht wurden. Die umlaufende Inschrift ist durch zwei Köpfe der Göttin Hathor in zwei Hälften geteilt. Demnach handelt sich um ein Weihgeschenk an die Göttinnen Satis und Anukis, die im südlichen Grenz- und Kataraktgebiet von Elephantine im Zuge der jährlichen Nilüberschwemmung verehrt wurden. Beide galten zugleich als Hathor, „die Goldene“, die Herrin der Feste und Trunkenheit.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 20.03.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).