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Modell eines Dechsels bzw. Mundöffnungsgeräts

Ident. Nr.: ÄM 13113

ObjID: obj:606949

Details (expert)

Involved
Egypt Exploration Society (1882),
Vorbesitzer*in
Dating
Historische Datierung: Hatschepsut (Königin)
Datierung engl.: Hatshepsut
Additional titles
Collection title: Modell eines Dechsels bzw. Mundöffnungsgeräts
Translation: Model of a tool used to perform the Opening of the Mouth (Foundation deposit)
Geographical references
Material / Technique
Holz (Material)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 5 x 20 x 1,4 cm

Object Description

Das modellhafte Gerät wurde im Zuge der Zeremonien der Grundsteinlegung für den Tempel der Hatschepsut verwendet. Viel bekannter ist es jedoch aus einem anderen Zusammenhang, dem sogenannten Mundöffnungsritual. Dieser Ritus wurde von Priestern vor Verstorbenen und Statuen gleichermaßen ausgeführt und war durch das Rezitieren von Sprüchen begleitet. Es diente generell der Belebung und dem Erhalt der Funktionsfähigkeit. Im Zuge einer Weihung eines Tempels war es somit der belebende Vorgriff auf bildhafte Reliefs und Statuen, die nach der Fertigstellung in diesem Komplex zu sehen waren.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).