Logo

Kette bestehend aus vier tonnenförmigen Perlen, zwölf flachen Perlen und vier unregelmäßigen Kettengliedern

Ident. Nr.: ÄM 19254

ObjID: obj:607108

Details (expert)

Creator/Entity
Georg Möller (5.11.1876 - 2.10.1921),
Grabungsleiter*in
Date(s)
Prädynastisch
Datierung engl.: Predynastic Period
Additional titles
Collection title: Kette bestehend aus vier tonnenförmigen Perlen, zwölf flachen Perlen und vier unregelmäßigen Kettengliedern
Translation: Necklace made of diamond- and barrel-shaped pearls
Geographical references
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 34 x 2 x 1,3 cm

Object Description

Die modern gefädelte Kette aus dem Friedhof von Abusir el-Meleq zeigt eine Fülle an Edelsteinen. Das Wertvolle dieser Steine stellt nicht nur ihre farbige Vielfalt, sondern vor allem der mit ihrer Beschaffung verbundene Aufwand dar. Denn oft mussten sie von weit her importiert werden und galten daher als Luxusgut, das den Status und Wohlstand seines Besitzers zur Schau stellte.
(J. Jancziak)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper