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Unfertige Stele mit der Darstellung von Echnaton und Nofretete vor einem Opfertisch

Ident. Nr.: ÄM 25574

ObjID: obj:607137

Credit: Schenkung James Simon, 1920

Details (expert)

Creator/Entity
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Date(s)
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Additional titles
Collection title: Unfertige Stele mit der Darstellung von Echnaton und Nofretete vor einem Opfertisch
Translation: Stela depicting Akhenaten and Nefertiti in front of an offering table
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 11,9 x 8,6 x 2,2 cm

Object Description

Die persönliche Frömmigkeit der Bewohner Achet-Atons verteilte sich auf den privaten und den so genannten „offiziellen“ Bereich. Zu Letzterem zählt eine kleine Votivstele, auf der das Königspaar beim Darbringen von Opfergaben an Aton dargestellt ist. Das versenkte Relief ist lediglich grob ausgeführt und weist Spuren von Bemalung auf. Die vier Namenskartuschen sind leer geblieben und waren ursprünglich vermutlich bemalt, jedoch ist nicht festzustellen, wessen Namen sie beinhalteten. Aus stilistischen Gründen darf allerdings davon ausgegangen werden, dass es sich bei den Dargestellten um Echnaton und Nofretete handelt. Die Bewohner Achet-Atons stellten sich zuweilen Stelen wie diese in ihre Häuser, um ihre überzeugte Anhängerschaft zum offiziellen Glauben zu demonstrieren. Neben Beamten, welche die Religion Echnatons aus Karrieregründen nach außen trugen, gab es auch loyale Anhänger der Lehre des Königs. Sie trugen Ringe, Ketten sowie Anhänger mit dem Namen des Aton bzw. ihres Pharaos und ehrten die Triade von Achet-Aton mit Votivstelen und Hausaltären.
Nach: Taschner, L.; Weber, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 238 (Kat.-Nr. 25).

Last updated: 23.09.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Der aus Fayence gefertigte Behälter imitiert einen geflochtenen Korb und ist außen und innen mit einer glänzenden dunkelblauen Glasur überzogen. Es hat eine beutelartige Form und ist leicht flachgedrückt, sodass die Öffnung ein Oval bildet. Am Öffnungsrand, entlang der Längsseiten des Ovals, befinden sich zwei gegenüberliegende Fortsätze mit einem Loch, an dem vermutlich ein beweglicher Griff oder heute nicht mehr vorhandene Trageschnüre aus organischem Material angebracht worden sein könnten. Die Dekoration des Gefäßkörpers besteht aus waagerechten Linien, deren Zwischenräume mit kurzen diagonalen Linien gefüllt sind. Von den Laschen ausgehend verlaufen über den Gefäßboden sich kreuzende Linien, die möglicherweise einen Henkel imitieren sollen. Diese Dekoration wurde vermutlich in dunkler Farbe oder durch Ritzungen aufgetragen, die später mit Glasur gefüllt wurden. Die Innenseite des Gefäßes weist am Boden unregelmäßige Absätze auf. Es ist zu vermuten, dass der Gefäßboden separat angesetzt wurde; an der Außenfläche ist dieser Vorgang nicht erkennbar. Das Gefäßmuster ahmt ein Flechtwerk aus Palmblattstreifen nach, ein Material, das für die Herstellung von Matten, Netzen und Körben gebräuchlich war.Das Fayence-Gefäß ist Teil der Grabausstattung des Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).S. Steines / redak. I. Regulski

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