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Schabti des Chonsu, Arbeiter am Platz der Wahrheit

Ident. Nr.: ÄM 10193

ObjID: obj:607417

Details (expert)

Involved
Émile Brugsch (24.2.1842 - 14.1.1930),
Käufer*in
Additional titles
Collection title: Schabti des Chonsu, Arbeiter am Platz der Wahrheit
Translation: Shabti of Khonsu, worker at the Place-of-Truth
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 23,3 x 6,1 x 3,5 cm

Object Description

Als Stellvertreter für die jenseitigen Verpflichtungen des Grabinhabers wurden seit dem Mittleren Reich kleine Statuetten – meist in mumienförmiger Gestalt – in die Gräber gelegt. Sie waren die „Antworter“, die laut einem Totenbuchspruch, der sich häufig auf der Vorderseite der Statuetten befindet, auf göttliche Arbeitsaufforderungen antworten und diese entsprechend ausführen sollen.
Das aus Kalkstein angefertigte, bemalte Uschebti des Chonsu stammt aus dem Grab des Sennedjem (TT 1) in Deir el-Medine. Es ist mumienförmig, mit einer langen, schwarzen Perücke und mit einem breiten Halskragen mit stilisierten, floralen Motiven geschmückt. Seine Arme sind über der Brust gekreuzt. In den halb plastisch ausgeformten, mit schwarzen Linien gerahmten Händen hält er eine Hacke und eine Schur. An den Schultern sind weitere Schnüre zu erkennen, die zu einem netzartig gemusterten Kornsack gehören. Seit dem Neuen Reich war es üblich, den Uschebtis die notwendigen Arbeitsgeräte für die Feldarbeiten mitzugeben.
Auf dem mumienförmigen Körper sind zudem sieben Zeilen hieroglyphischer Inschrift mit schwarzer Tinte geschrieben. Die Inschrift benennt den Beamten der thebanischen Nekropole namens Chonsu, der Sohn des Sennedjem aus der 19. Dynastie. Zusammen mit anderen Familienangehörigen wurde Chonsu im Grab seines Vaters bestattet.
I. Liao

Last updated: 04.09.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).