Logo

Katzenmumie

Ident. Nr.: ÄM 636

ObjID: obj:607531

Details (expert)

Involved
Benoni Friedländer (4.6.1773 - 17.2.1858),
Vorbesitzer*in
Dating
Spätzeit
Additional titles
Collection title: Katzenmumie
Translation: Cat mummy
Geographical references
Material / Technique
Tier (Material / Mumie); Textil; bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 25,5 x 8 x 7 cm

Object Description

Die Ägypter betrachteten bestimmte Tiere als lebendige Manifestationen eines Gottes. Diese Tiere wurden nach ihrem Tod ordnungsgemäß mumifiziert und für das ewige Leben begraben. Im ersten Jahrtausend v. Chr. wurden viele Tiere, die mit bestimmten Göttern in Verbindung gebracht wurden, speziell in Tempelbezirken als gleichzeitige Avatare dieses Gottes aufgezogen und dann mumifiziert und für das ewige Leben in Katakomben beigesetzt. Katzen waren als heilige Tiere besonders beliebt und stellten die Göttin Bastet dar.
Diese Mumie in der Form einer Katze ist in grobe Leinenbinden gewickelt, der Kopf wurde durch die Binden nachgebildet. Die getrocknete Leinenumhüllungen weisen Flecken auf, vermutlich Körperflüssigkeiten der darin enthaltenen organischen Überreste.
I. Regulski

Last updated: 29.04.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).