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Ident. Nr.: I A 5255

ObjID: obj:618073

Details (expert)

Creator/Entity
Hermann Schoede (14.10.1877 - 3.12.1945),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Japan,
Land
Material / Technique
Holz
Dimensions
Objektmaß: 31,5 x 2,5 x 0,7 cm

Object Description

Die ikupasuy Gebetsstöcke gehören zu den wichtigsten Gegenständen im Besitz der Ainu und werden als heilige Objekte verehrt. Sie sind mit reichhaltigen Schnitzmotiven versehen, die jeweils eine besondere Bedeutung haben. Die ikupasuy gelten als Mittler zwischen den Menschen und den Göttern (kamuy) und wurden bei Ainu-Ritualen verwendet, insbesondere bei Trankopfer-Ritualen, bei denen ein paar Tropfen Gerstenwein oder Sake auf den Stock getropft und dann den Göttern und Geistern geopfert wird.

Last updated: 16.03.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.