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Ident. Nr.: I A 25

ObjID: obj:618541

Details (expert)

Creator/Entity
von Kerwitz (1803),
Sammler*in
Date(s)
vor 1803
Systematics/Type
Geographical references
Mongolen,
Ethnie
Burjaten (Buryat),
Ethnie (Untergruppe)
Dimensions
Länge: 86 cm
Breite: oben 27 cm
Breite: unten 9,5 cm

Object Description

Ledertasche für einen Bogen, verziert mit Metallapplikationen aus Stahl mit Silberauflagen, Futter aus Textilgewebe. An der Öffnung links hat das Leder eine viertelkreisförmige Verlängerung, vermutlich zum Schutz der Sehne des Bogens, rechts der Öffnung ist an einer Metallapplikation ein Auffhängering angebracht. Das Leder ist schwarz gefasst. 


Last updated: 12.10.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.