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Ident. Nr.: I A 4407

ObjID: obj:623089

Details (expert)

Creator/Entity
Walther Stötzner (1882 - 1965),
Sammler*in
Date(s)
20. Jh.(1. Hälfte des), vor 1928
Systematics/Type
Geographical references
Nord-China,
Land/Region
historische Bezeichnung: Solonen,
Ethnie
Material / Technique
Leder, über Holzrahmen gespannt
Dimensions
Durchmesser: des Rundovals max. 56 cm
Höhe: 5 cm (Rahmenstärke)

Object Description

Ein leicht ovaler Holzrahmen ist einseitig mit einer Ledermembran bespannt. Auf der Innenseite sind Lederriemen kreuzartig am Rahmen befestigt. Sie halten im Zentrum zwei Messingringe. Am Innenrand ist ferner eine Stabrassel mit 9 Lochmünzen aus Messing angebracht.

Diese sind überwiegend mit je 4 Zeichen Chinesisch versehen , verso Manjurisch beschriftet. Diese Trommel ist Bestandteil einer vorhandenen Schamanenausrüstung (vgl. Inv. Nr. I A 4400 f). Walther Stötzner erwarb sie um 1928 für das Berliner Museum während seiner 4. Ostasien-Forschungsreise.- Publ.: Oppitz, Michael: Trommeln der Schamanen, Zürich (Völkerkundemuseum der Universität), 2007, S. 31. (Kommentar Siegmar Nahser, 2008).

Karteikarte Musikethn.: Membranophon, einfellige Rahmentrommel (Schamanentrommel)

Last updated: 16.03.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.