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Ident. Nr.: I A 4787 b

ObjID: obj:623435

Details (expert)

Creator/Entity
Weltausstellung Wien (1.5.1873 - 31.10.1873),
Vorbesitzer*in
Systematics/Type
Geographical references
Japan,
Land
Material / Technique
Textil
Dimensions
Objektmaß: 32 x 20 x 5 cm

Object Description

Wadenwickel von den Ainu. Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.

Es gibt verschiedene Arten von Ainu-Kleidung, die sich nach Material, Design und regionalen Merkmalen unterscheiden. Die Kleidung wird auch nach dem Alter und dem Geschlecht des Trägers sowie nach dem Anlass unterschieden. Einige Kleidungsstücke werden im täglichen Leben und bei der Arbeit getragen, während andere für Rituale bestimmt sind.
Die frühere Alltagskleidung bestand aus Häuten und Fellen sowohl von Landtieren wie Bären, Rehen und Füchsen, als auch von Meeressäugetieren wie Robben, Seeottern und Pelzrobben und Fischhaut. Des Weiteren verwendeten die Ainu Baumrinden, Gras oder Baumwolle zur Herstellung ihrer Kleidung.

Last updated: 03.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.