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Ident. Nr.: III C 27415

ObjID: obj:741892

Details (expert)

Creator/Entity
Leo Frobenius (29.6.1873 - 9.8.1938),
Sammler*in
Date(s)
19. Jh.-20. Jh.(Anfang)
Datierung engl.: 19th or early 20th century
Systematics/Type
Geographical references
Yoruba,
Ethnie
Material / Technique
Holz
Dimensions
Objektmaß: 17,5 x 6 x 5 cm

Object Description

Eintrag im historischen Hauptkatalog: "Webstuhlflausche; auf dem quadratischen Holzbügel steht eine dicke, menschliche Figur, die beide Hände seitlich vom Bauche hält; kahler, eiförmiger Kopf; von der Nasenwurzel zum Hinterkopf und am Halse von der einen zur anderen Seite durchbohrt."

Last updated: 08.10.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.