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Herzog Navaho

Ident. Nr.: VII WS 115

ObjID: obj:750117

Details (expert)

Creator/Entity
George Herzog (1901-1983),
Sammler*in
Date(s)
Aufnahmejahr: 1929
Systematics/Type
Geographical references
Aufnahmeort: Pagosa Springs
Nordamerika,
Kontinent
Colorado,
Region
Material / Technique
—

Object Description

Die Beschriftung der Walzen lautet "Wheelwright Navaho", da die Galvanisierung von Mrs. Mary Wheelwright bezahlt wurde. Die Sammlung, die auf Vermittlung von E. Sapir nach Berlin kam, setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: W. 1 - 109 (Creation Myth) aufgenommen von G. Herzog, W. 110 - 549 (Creation Myth) aufgenommen von Harry Hoijer, W. 550 - 692 (Night Chant) aufgenommen von A. J. Newcomb (vgl. Bemerkungen zu den Navaho-Gesängen und Brief von E. Sapir vom 29.4.1930). Die Walzen wurden in mehreren Sendungen nach Berlin geschickt (vgl. JB 1929 ff.) und als FE 6 inventarisiert. Umfangreiche Korrespondenz mit Mrs. Wheelright liegt vor. Kopien der Galvanos gingen lt. Korrespondenz an: American Museum of Natural History (New York), Bureau of American Ethnology (Washington), Mr. Kenneth Chapman (Santa Fe). Später gingen auch Kopien an Dr. Sapir, Dept. of Anthropology, University of Chicago. Vgl. die Navaho-Sammlungen in Washington (FCP:76). Die dort fehlenden Kopien können teilweise in Berlin ersetzt werden. Texte und Transkriptionen befinden sich im Nachlaß von Herzog in USA.
Inhalt: traditionelle Gesänge: Creation myth, Night chant

Last updated: 21.08.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.