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Nadel Nigeria

Ident. Nr.: VII WS 227

ObjID: obj:750232

Details (expert)

Creator/Entity
Siegfried F. Nadel (24.4.1903 - 14.1.1956),
Sammler*in
Date(s)
Aufnahmejahr: 1934, 1936
Systematics/Type
Geographical references
Afrika,
Kontinent
Material / Technique
—

Object Description

Die Sammlung umfaßt zwei Teile: 1. Teil W. 1 - 57 (aufgenommen 1934), 2. Teil W. 58 - 85 (aufgenommen 1936 zusammen mit seiner Frau). Die Aufnahmen von 1936 wurden zunächst dem Wiener PHA übergeben, sie liegen dort als Platten vor. Da sich ein Teil der Galvanos in russischen Kartons ohne Nummern befand, ist davon auszugehen, daß die fehlenden Galvanos im Krieg verlorengingen. Umfangreiche Korrespondenz liegt vor. Weitere Unterlagen (Feldforschungsnotizen, Tagebücher, Photos) befinden sich laut Salat 1983:166 in der Library of the London School of Economics and Political Science.
Inhalt: traditionelle Gesänge u. Instrumente

Last updated: 21.08.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.