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Statuette der thronenden Göttin Nebet-hetepet

Ident. Nr.: ÄM 14942

ObjID: obj:756486

Details (expert)

Dating
Spätzeit
Datierung engl.: Late Period
Additional titles
Collection title: Statuette der thronenden Göttin Nebet-hetepet
Translation: Statuette of the goddess Nebethetepet seated on a throne
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 23,5 x 4,3 x 10 cm

Object Description

Die Göttin ist sitzend wiedergegeben, bekleidet mit einem eng anliegenden Gewand und einem Collier. Sie trägt eine dreiteilige Perücke, die zudem von einer Geierhaube mit Uräus bedeckt ist. Auf dem Scheitel sitzt ein menschlicher Kopf mit Kuhhörnern sowie ein Sistrum mit Naos in dem eine weitere Uräus-Schlange erkennbar ist. Die engen Bezüge der Göttin Nebet-hetepet zur Hathor wird anhand des Kopfschmuckes deutlich. Zugleich verkörpert sie das weibliche Prinzip der Schöpfung.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 16.12.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).