Logo

Skarabäus, durchbohrt, auf der Rückseite der Darstellung des Königs auf Streitwagen im Festumzug im oberen Bildfeld und im unteren die der Königs auf Streitwagen beim Erschlagen der Feinde

Ident. Nr.: ÄM 1946

ObjID: obj:760079

Details (expert)

Date(s)
Neues Reich
Datierung engl.: New Kingdom
Additional titles
Collection title: Skarabäus, durchbohrt, auf der Rückseite der Darstellung des Königs auf Streitwagen im Festumzug im oberen Bildfeld und im unteren die der Königs auf Streitwagen beim Erschlagen der Feinde
Translation: Scarab showing the king performing ritual feasts
Geographical references
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 2,3 x 1,7 x 1 cm

Object Description

Eins der bekanntesten Symbole Altägyptens ist der Skarabäus. Sein ägyptischer Name, Chepri, bedeutet „werden, entstehen“. Diese Bezeichnung leitet sich aus der Beobachtung ab, dass der erwachsene Käfer scheinbar aus dem Schlamm der Erde geboren wird, aus welchem er hervorkriecht. Damit wurde er zum Sinnbild für den Sonnengott, der sich jeden Morgen verjüngt aus der Unterwelt erhebt. Die Mistkugel, die der Käfer mit seinen Hinterbeinen rollt, ist Symbol des Sonnenballs. Amulette in Gestalt des Skarabäus waren daher sowohl für die Verstorbenen als auch bei den Lebenden sehr beliebt. Damit konnte man den Fortbestand des Sonnenlaufs beschwören und auf die eigene Regeneration und Wiedergeburt hoffen. Auf den Unterseiten der Käfer finden sich Symbole, kurze Texte und kleine Szenen, wie bei diesem Beispiel mit dem König auf einem Streitwagen beim Erschlagen der Feinde.

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper