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Reliefblock aus dem Grab des Rij: Darstellung des Grabherrn und seiner Gemahlin, die dem Gott Re-Harachte opfern

Ident. Nr.: ÄM 7275

ObjID: obj:760600

Details (expert)

Dating
späte 18. Dynastie
Additional titles
Collection title: Reliefblock aus dem Grab des Rij: Darstellung des Grabherrn und seiner Gemahlin, die dem Gott Re-Harachte opfern
Translation: Relief Fragment Depicting Rij and His Wife Offering to the God Ra-Horakhty
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 132 x 92 x 13,5 cm

Object Description

Dem Sonnengott Re kommt innerhalb der altägyptischen Jenseitsvorstellung des Neuen Reiches eine besondere Bedeutung zu, weshalb sich bildliche Darstellungen von ihm in den wichtigsten Bereichen der Grabanlagen des Neuen Reiches finden. Der Reliefblock gehörte ursprünglich zu einer größeren zusammenhängenden Szene im Grab des Militärbeamten Rij. Das obere Bildfeld zeigt ihn und seine Gattin in Anbetung vor dem falkenköpfigen und mit einer Sonnenscheibe bekrönten Sonnengott Re-Harachte. Nachdem Re die zwölf Stunden des Tages in der Welt der Lebenden verbracht hat, tritt er am Ende des Tages in das Totenreich ein, wo er sich mit dem Totengott Osiris vereinigt. Am Ende seiner nächtlichen Reise durch die Unterwelt wird er am Morgen des nächsten Tages wiedergeboren. Im Grab als Wohnhaus des Verstorbenen wird diese Verknüpfung zwischen Ober- und Unterwelt, der Welt der Lebenden und der Toten fest dokumentiert, wodurch der Verstorbene in den göttlichen Zyklus von Auf- und Untergang sowie Tod und Wiedergeburt aufgenommen werden kann.
(A. Herzberg)

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).