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Grabstele des Rij

Ident. Nr.: ÄM 7290

ObjID: obj:760628

Details (expert)

Dating
späte 18. Dynastie
Datierung engl.: Late 18th Dynasty
Additional titles
Collection title: Grabstele des Rij
Translation: Tomb stela of Ry
Geographical references
Material / Technique
Kalkstein (Material / Stein)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 157 x 94,5 x 18 cm

Object Description

Das Hauptfeld dieser hochrechteckigen Stele ist von einer plastisch hervorgehobenen oberen und seitlichen Rahmung mit jeweils einer Inschriftenzeile umgeben und weist damit die äußere Form eines Naos auf. Das obere Bildfeld zeigt den Steleninhaber Rij zusammen mit seiner Gattin Maia in Anbetung vor den Totengöttern Osiris, Isis und Nephthys. Im mittleren Register treten die beiden selbst als Opferempfänger vor einen mit Opferbroten gedeckten Tisch in Erscheinung. Die diesem Bild zugehörigen Inschriften beinhalten Opferformeln, in denen Rij sich verschiedene Gnaden, wie die Zuweisung von Opfergaben und -handlungen von verschiedenen Göttern erbittet. Aufgrund der Nennung des memphitischen Nekropolengottes Ptah-Sokar-Osiris ist anzunehmen, dass die Stele ursprünglich aus Rijs Grab in Sakkara stammt. Vergleichbare Beispiele zeigen, dass derartige Denkmäler an der Westwand der Kultkapelle memphitischer Kapellengräber aufgestellt waren und damit die zentrale Kultstelle der Anlage bildeten. Hier konnten die Hinterbliebenen verschiedene Kulthandlungen zugunsten des Verstorbenen praktizieren, um auf diese Weise seine jenseitige Versorgung sicherzustellen.
(A. Herzberg)

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).