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Relieffragment mit der Darstellung von sechs Ruderern in einem Schiff

Ident. Nr.: ÄM 14142

ObjID: obj:763305

Details (expert)

Involved
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Dating
Hatschepsut (Königin)
Datierung engl.: Hatshepsut
Additional titles
Collection title: Relieffragment mit der Darstellung von sechs Ruderern in einem Schiff
Translation: Relief fragment depicting six rowers in a ship
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 25 x 25,5 x 3 cm

Object Description

Das Relief ist Teil einer großen Szene, in der Ruderer Schiffe antreiben. Die Gruppe der Ruderer befand sich auf dem Vorderteil eines Schiffes, die Kabinen hinter ihnen gehören zu einem zweiten Schiff. Der Steuermann, der nah des oberen Blockrandes zu sehen ist, gehörte zur Mannschaft des dritten Schiffes. Zu einem vierten Schiff zählt der Mast mit dem Tauwerk.
Das Fragment stammt aus einer einzigartigen Szene des Transportes von Obelisken aus dem südlichen Flügel der unteren Säulenhalle des Totentempels der Hatschepsut. Die Ruderer gehörten zur Mannschaft des letzten Schleppkahns im mittleren Register.
Nach: Geheimnisvolle Königin Hatschepsut. Ägyptische Kunst des 15. Jahrhunderts v. Chr., hrsg. v. Aksamit, Joanna und Wolniak, Izabela, Warschau 1997, S. 114 (J. Karkowski).

Last updated: 02.02.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).