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Relieffragmente aus dem Sonnenheiligtum des Niuserre: Personifikation der Smw-Jahreszeit: Vogelfang ("Jahreszeitenrelief")

Ident. Nr.: ÄM 20038

ObjID: obj:765366

Details (expert)

Involved
Friedrich Wilhelm von Bissing (22.4.1873 - 12.1.1956),
Mäzen*atin
Dating
Niuserre'
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 73 x 69 x 10,5 cm

Object Description

Alljährlich bevölkerten die Zugvögel die Nilarme des Deltas und wurden den Vogelfängern zur Beute, wie hier im Relief zu sehen. Ein Fangnetz ist im Papyrusdickicht aufgestellt, vier Vogelfänger halten das Seil. Köder locken die Tiere an. Ist das Netz gefüllt, gibt der Aufseher das Zeichen zum Zuziehen.Einige Tiere schlachtete man sofort und salzte sie ein, andere wurden in Käfige gesperrt und zum Mästen auf Geflügelhöfe verbracht.

Last updated: 20.03.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).