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Fragment eines Armreifes mit D-förmigem Querschnitt

Ident. Nr.: ÄM 18048

ObjID: obj:767954

Details (expert)

Creator/Entity
Émile Clément Amélineau (28.8.1850 - 12.1.1915),
Sammler*in
Date(s)
Djer (Athotis)
Datierung engl.: Djer
Additional titles
Collection title: Fragment eines Armreifes mit D-förmigem Querschnitt
Translation: Fragment of a bracelet
Geographical references
Material / Technique
Achat (Material / Mineral)
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 2,5 x 7,7 cm

Object Description

Fast unscheinbar, dennoch beeindruckend elegant wirkt das Fragment eines breiten Armreifs aus hochpoliertem Achat mit einer holzähnlichen Maserung. Der Schmuck gehörte zur Grabausstattung eines Nebengrabes des Königs Djer, der in der 1. Dynastie, ca. 3000 v. Chr., regierte.
Der Armreif stammt aus der Sammlung von Émile Amélineau, der zwischen 1897 und 1898 auf dem Friedhof von Umm el-Qaab bei Abydos, einem Areal etwa 1,5 km vom Fruchtland entfernt, in der Wüste Mittelägyptens gelegen, Ausgrabungen durchgeführt hat.
Bei den Gräbern handelt es sich um rechteckige Kammern, die im Boden eingelassen sind und deren Wände aus ungebrannten Nilschlammziegeln bestehen. Im Zentrum des Grabes des Djer befindet sich eine große Grabkammer, die zudem mit einem Holzschrein ausgestattet war und in der die Bestattung des Königs lag. Die Kammer wurde durch eine massive Holzbalkenkonstruktion abgedeckt, über der noch im oberen Teil der Grube ein flacher, von Ziegelmauern eingefasster Sandtumulus aufgehäuft war. Die Kombination von Grabgrube und Aufschüttung nach vollzogener Bestattung wird als symbolische Andeutung eines Urhügels verstanden. An der Ostseite oder auf dem Tumulus befand sich vermutlich eine Opferstelle, die möglicherweise durch ein Stelenpaar mit dem Namen des Grabbesitzers gekennzeichnet war. Umgeben ist dieses Grab von 338 Nebenkammern, in denen neben Funddepots wohl außerdem Mitglieder des Hofes beigesetzt worden sind. Diese waren durch Stelen von Frauen und Männern, darunter auch kleinwüchsige Menschen sowie Hunden gekennzeichnet. Gräberfelder gleich dem von Abydos können als gesellschaftlicher Spiegel verstanden werden, die wie in diesem Fall die Herausbildung einer sozialen Elite im frühen Ägypten belegen. Dazu gehört neben der Größe der Grabstätten die umfangreicher werdende Ausstattung. Es sind nun vermehrt Luxusgegenstände zu verzeichnen und nicht nur Gebrauchsgüter. Zu den Luxusgütern zählt ebenfalls der Armreif, der auf Grund seines Materials, aber auch der qualitätvollen Verarbeitung, eine Besonderheit darstellt. Er gehört zu einer begrenzten Gruppe an größeren Schmuckstücken, die aus Achat gefertigt wurden. So wurde im Zuge von jüngsten Nachgrabungen in der Sandverfüllung in der Grabkammer des Königs Djer ein vergleichbares Stück gefunden. Womöglich handelt es sich sogar um ein anpassendes Fragment.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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