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Klinge ("Rasiermesser")

Ident. Nr.: ÄM 22514

ObjID: obj:769448

Details (expert)

Involved
Ägyptisches Museum Leipzig (1840),
Vorbesitzer*in
Ernst von Sieglin (1848–1927),
Mäzen*atin
Dating
1.–2. Dynastie
Geographical references
Material / Technique
Feuerstein (Material / Stein)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 7,3 x 2,5 x 0,6 cm

Object Description

In der 1. Dynastie häufen sich die Belege von Schneidgeräten, die aufgrund ihrer Form, Größe und des verwendeten Rohstoffes bereits als "normierte" Klingengeräte eingestuft werden können. Diese häufig in der Literatur als "Rasiermesser" oder "Rechteck-Klingen" angesprochenen Geräte sind, wie dies T. Hikade nachweisen konnte, in Spezialwerkstätten gefertigt worden und wurden im gesamten Land gehandelt. Die Funktion dieser Geräte ist uns unterdes nicht bekannt. Zwar ist eine Verwendung für die Hygiene durchaus denkbar, doch waren diese Klingen in erster Linie als Schneid- und Schabgeräte vielseitig einsetzbar.
R. Kuhn

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Deckel des anthropomorphen Sargs des Chaa/Chai-Hor

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Im Jahr 1908 wurde der anthropomorphe Holzsarg des zweiten Priesters der Neith Chai-Hor aus Kom Ombo, Sohn von Nechet-Hor-heb und Cha-bas, zusammen mit der darin befindlichen Mumienhülle aus Kartonage und der Mumie nach Berlin gebracht. Ursprünglich gehörte zu dem Ensemble noch ein äußerer Sandsteinsarkophag.Der Holzsarg des Chai-Hor wurde schwarz grundiert und polychrom dekoriert. Der proportional sehr große Kopfteil des bauchigen Holzsarg, dessen Vorderteil mit dem Gesicht und einem Teil der Perücke extra ausgearbeitet und an den Deckel befestigt wurde, hat eine fast quadratische Form. Das breite Gesicht des Sargdeckels ist umrahmt von einer schwarzen Perücke, deren einzelnen Haarsträhnen durch Längs- und Querstriche in gelber Farbe gekennzeichnet werden. Die Innenzeichnungen zeigen deutlich, dass es sich hier um eine gestufte Perücke handelt, die sich in der Ptolemäerzeit großer Beliebtheit erfreute. Unterhalb des schmalen Blütenhalskragens lässt sich eine Darstellung eines geflügelten Skarabäus mit einer Sonnenscheibe zwischen den Vorderbeinen erkennen, gefolgt von der knienden Himmelsgöttin Nut mit ausgestreckten Flügeln. In den darunter befindlichen drei Registern sieht man die Darstellungen der verschiedenen Gottheiten vor den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Osiris: Im oberen Register die erste Erscheinungsform des Osiris. Sie wird von Isis und Nephthys angebetet, die jeweils von zwei Horussöhnen flankiert werden. Im mittleren Register folgt die Darstellung von Horus und Thot vor einem Djed-Pfeiler mit dem Kopf des Osiris. Im unteren der drei Register sind Isis und Nephthys in Gestalt der geflügelten Göttinnen noch einmal abgebildet, die mit ihren ausgebreiteten Flügeln den mumienförmigen Osiris beschützen. Den Abschluss der Dekoration des Sargdeckels bilden die Darstellungen weiterer mumienförmiger Gottheiten, Anubis und Upuaut in Gestalt zwei sich gegenüberstehenden, auf Schreinen liegenden Schakalen im Fußbereich, sowie auf der Vorderseite der Basis die Szene des von Maat zu den vier mumiengestaltigen Gottheiten geführten Verstorbenen. Des Weiteren begrenzen Inschriftenbänder die Dekoration des Sargdeckels seitlich. Sie sind auch auf den Seiten der Sargwanne vorhanden.(I. Liao)