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Kopf einer Nubierin mit voluminöser, lockiger Frisur gerahmt von zwei Meerkatzen

Ident. Nr.: VÄGM 1978/003

ObjID: obj:770542

Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e.V.

Details (expert)

Date(s)
21.–22. Dynastie
Additional titles
Collection title: Kopf einer Nubierin mit voluminöser, lockiger Frisur gerahmt von zwei Meerkatzen
Translation: Head of a Nubian with curly hairstyle and two long-tailed monkeys
Geographical references
Material / Technique
Fayence (Material), blaugrün; bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 3,8 x 4,2 x 2,6 cm

Object Description

Das mehrfarbige Fragment zeigt den Kopf einer Nubierin mit der „Fuzzi-wuzzi“ Frisur, dem sich zu beiden Seiten Meerkatzen mit einem gepunkteten Fell gegen den Kopf lehnen. Ergänzt werden kann die Statuette zu einer stehenden Frau, die ein kleines Kind im Arm hält. Infolge der Öse im Nacken handelt es sich um ein Amulett, dem eine unheilabwehrende Funktion gegenüber Mutter und Kind zugeschrieben werden kann.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper