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Gemälde "Generalleutnant Minutoli in der Oase Siwah" mit Monogramm L. F. (Louis Faur)

Ident. Nr.: VÄGM 1987/094

ObjID: obj:770786

Details (expert)

Involved
Carl Friedrich Schulz (1796 - 1866),
Maler*in
Dating
um 1823
Geographical references
Material / Technique
Öl auf Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 100 x 128 cm

Object Description

Minutoli, in dunkelrotem Gewand, sitzt rechts im Zelt. Das Gemälde basiert auf einer Zeichnung von Minutoli und gehörte durch die Heirat von Minutolis Enkelin mit einem der Grafen von Pfeil und Klein-Ellguth bis 1945 zur Kunstsammlung von Schloss Friedersdorf/Queis. Es tauchte 1987 auf dem Münchner Kunstmarkt auf und wurde vom Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e.V. erworben. Der letzte Eigentümer verzichtete zu Gunsten des Vereins auf seine Rechte.
(Klaus Finneiser)

Last updated: 23.06.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).