Logo

Statuette eines Affen als Stabaufsatz

Ident. Nr.: ÄM 19887

ObjID: obj:770827

Details (expert)

Involved
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
Dating
Neues Reich
Additional titles
Collection title: Statuette eines Affen als Stabaufsatz
Translation: Attachment of a stick shaped as a monkey
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 9 x 2,5 x 2,5 cm

Object Description

Der auf einer Papyrusdolde aufrecht stehende Affe diente wohl einst als Griff. Sein rechter Arm hängt seitlich am Körper herab während der linke angewinkelt war und möglicherweise eine Frucht zum Maul führte. Oft werden Affen mit ihren Jungtieren, beim Essen und Trinken sowie beim Musizieren dargestellt. Das Motiv des Affen war im Alten Ägypten schon seit der Frühzeit sehr beliebt und erreichte im Neuen Reich seinen Höhepunkt. Der Stabaufsatz wurde im Bereich des Pyramidenkomplexes des Sahure in Abusir von Ludwig Borchardt gefunden und gehörte wohl zur Grabausstattung eines der zahlreichen Gräber im Umfeld der Pyramide.
(J. Jancziak)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).