Logo

Situla ("Eimer") des Kap-ef-ha-Chonsu mit eingravierten Darstellungen und Inschriften

Ident. Nr.: ÄM 24035

ObjID: obj:771095

Details (expert)

Date(s)
Frühe Ptolemäerzeit
Datierung engl.: Eary Ptolemaic Period
Additional titles
Collection title: Situla ("Eimer") des Kap-ef-ha-Chonsu mit eingravierten Darstellungen und Inschriften
Translation: Situla of Kapefhakhonsu, inscribed
Geographical references
Material / Technique
Bronze (Material / Metall)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 42 x 17,4 x 17,4 cm

Object Description

Die Situla, lat. für Eimer, bezeichnet ein metallenes Henkelgefäß mit abgerundetem Boden. Sie diente als Behältnis für Wasserspenden beim Götter- und Totenkult, konnte also auch als Grabbeigabe dienen. Situlae zeigen meist Darstellungen von Göttern und weisen daneben eine Vielzahl von Inschriften auf. Die Situla hier zeigt eine Baumgöttin, die dem Ba des Verstorbenen und dem Verstorbenen selbst Wasser bzw. Leben spendet sowie den Verstorbenen in anbetender Haltung vor den Göttern Osiris, Isis und Nephthys.
(J. Jancziak)

Last updated: 03.09.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Pahlavi Papyrus mit einem rechtlichen Dokument sowie einer griechischen Steuerquittung

Pahlavi Papyrus mit einem rechtlichen Dokument sowie einer griechischen Steuerquittung

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;} Dieser nur fragmentarisch erhaltene Papyrus enthält auf dem Recto einen Text in Mittelpersisch (Pahlavi) aus der Zeit der sassanidischen Eroberung Ägyptens. Sein Inhalt ist aufgrund der starken Zerstörungen nur schwer verständlich. Vermutlich handelt es sich um ein rechtliches Dokument, das "gesiegelt" wurde, wie das Vorkommen das Begriffes im Text nahelegen würde. Auf dem Verso findet sich eine griechisch geschrieben Steuerquittung. Ein Beamter, dessen Name verloren ist, quittiert Senouphis, dass er für den Ertrag eines Feldes eine (ebenfalls verlorene) Menge an Geld oder Getreide erhalten hätte. Ob Recto und Verso zusammenhängen, kann nicht mehr sicher festgestellt werden.J. Moje

Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper