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Schale mit geripptem Muster

Ident. Nr.: ÄM 23668

ObjID: obj:772461

Details (expert)

Dating
Badari
Datierung engl.: Badari-Culture
Additional titles
Collection title: Schale mit geripptem Muster
Translation: Polished bowl with rippled surface
Geographical references
Material / Technique
Ton, gebrannt (Material); poliert, gerippt
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 8,3 x 20,4 cm

Object Description

Der Napf, der eine feingeriffelte Oberfläche aufweist, wurde in Grab Nr. 2110 in Matmar gefunden. Diese Art der Dekoration der Keramik repräsentiert eines der Leitmotive der Badari-Kultur mit bislang ungeklärtem Ursprung. Es scheint in einem Gebiet in Oberägypten gesiedelt zu haben, das ab dem 4. Jtsd. v. Chr. von der Naqada-Kultur bewohnt wurde. Bis heute ist unklar, ob sich die jüngere Naqada-Kultur von den Badari ableitet oder ob sie die ältere Kultur während des 4. Jtsd. auf irgendeine Weise ersetzt hat.
(R. Kuhn)

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).