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Fragment einer Grabwand mit Genealogie Oberpriester von Memphis

Ident. Nr.: ÄM 23673

ObjID: obj:772504

Details (expert)

Involved
Güterbock, Bruno (05.03.1858 -24.01.1940),
Käufer*in
Dating
22. Dynastie (Unterägypisch-Libyer)
Additional titles
Collection title: Fragment einer Grabwand mit Genealogie Oberpriester von Memphis
Translation: Relief Fragment with the Genealogy of the High Priests of Memphis
Geographical references
Material / Technique
Kalkstein (Material / Stein)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 45 x 90 x 5,5 cm

Object Description

Auf dem Reliefblock einer Grabwand aus der 22. Dynastie wurde eine „Genealogie“ memphitischer Priester dokumentiert. Auf dem Kalksteinblock sind in vier Registern je 15 Vorfahren des Grabbesitzers präsent. Alle dargestellten Männer sind in gleicher Tracht mit kurzem Schurz und am Rücken herabhängendem Stierschwanz bekleidet. In den Händen halten sie jeweils einen Wedel. In ihren Beischriften werden die Titel, Namen, und manchmal auch die Angaben der regierenden Könige genannt. Alle der insgesamt 60 Geschlechterfolgen, die von der 22. Dynastie über tausend Jahre zurück bis ins Mittlere Reich hinein reichen, hatten hohe Priesterämter inne. Viele davon amtierten als Hohepriester des Ptah in Memphis. Mit der Darstellung der Priestergenealogie präsentiert sich der Grabherr selbst als Erbe einer langen Familientradition und als legimitierter Inhaber des höchsten Priesteramts in Memphis, wobei man von der Ahnenreihe keine Person explizit identifizieren darf. Je weiter die Angaben zurückliegen, desto mehr Unsicherheit in der Überlieferung ist zu erwarten.
(I. Liao)

Last updated: 19.01.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).