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Jochgabelknauf

Ident. Nr.: ÄM 30148

ObjID: obj:772614

Schenkung James Simon, 1920

Details (expert)

Creator/Entity
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Date(s)
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Additional titles
Collection title: Jochgabelknauf
Translation: Yoke knob
Geographical references
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 5,1 x 6,5 cm (größter)

Object Description

Pferde sind seit der Hyksoszeit (um 1648–1539 v. Chr.) in Ägypten nachweisbar. Ebenso ist die Streitwagentechnologie seit dem Ende der 17. Dynastie (um 1645–1550 v. Chr.) belegt und stammt ursprünglich aus dem vorderasiatischen Raum. Genutzt wurde der schnelle Wagen zur Jagd, zu Ausfahrten und zur sportlichen Betätigung der Elite, kam jedoch vorrangig im Krieg zum Einsatz. Der Streitwagen ist ein leichtes Gefährt aus gebogenem Holz bestehend aus einer Plattform mit Brüstung, die auf einer Achse mit zwei großen Speichenrädern montiert ist. Eine lange Deichsel führt zu einem geschwungenen Joch, dessen Arme in Voluten münden und deren Abschluss meist mit einem spitzen kegelförmigen Jochknauf verziert ist. Am Joch sind die Jochgabeln befestigt, unter denen zwei Pferde eingespannt wurden. Der obere Abschluss ist mit einem Knauf aus Stein versehen (ÄM 30148). Von diesen verschiedenen Applikationen wurden in Achet-Aton bisher knapp 50 Stücke identifiziert, die vorrangig in den Wohnhäusern, gefolgt von den Stall- und Militärgebäuden, aber auch in der Nekropole zutage traten.
Nach: Schmidt, S., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 212 (Kat.-Nr. 11).

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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