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Fußfragment eines Bettmodells

Ident. Nr.: ÄM 28750

ObjID: obj:775320

Details (expert)

Involved
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Dating
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Additional titles
Collection title: Fußfragment eines Bettmodells
Translation: Foot fragment of a model bed
Geographical references
Material / Technique
Ton, gebrannt (Material); bemalt
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 4,4 x 3,1 cm

Object Description

Der Großteil unseres Wissens über Altägyptische Möbel stammt aus Grabbeigaben, die dem Verstorbenen auf seine Reise ins Jenseits mitgegeben wurden. Hölzerne Modelle zeigen, wie die Betten im täglichen Leben ausgesehen haben mögen. Allerdings konnte sich nur eine wohlhabende Familie solche Betten leisten, denn qualitätvolles Holz war ein exklusives Handelsgut und wurde fast ausschließlich importiert. Modellbetten bestehen daher in aller Regel aus gebranntem bzw. ungebranntem Ton. In Amarna fanden sich die kleinen Modelbetten häufig im Schutt der verlassenen Häuser, waren also nicht als Grabbeigaben gedacht. Auf einem dieser Modellbetten aus einem anderen Fundkontext befanden sich noch zwei weibliche Figuren, weswegen die kleinen Betten und die in der Größe passenden Frauenfigürchen gerne mit Fruchtbarkeitswünschen in Verbindung gebracht werden. Insgesamt fanden sich über 200 solcher weiblichen Figuren in Achet-Aton.
Die beiden Fragmente dieses Modellbetts (ÄM 28749, ÄM 28750) gehören wohl zusammen und weisen an den Füßen die seit der 3. Dynastie (ab 2700 v. Chr.) üblichen Löwentatzen auf. Auf den Fragmenten finden sich noch Reste roter und schwarzer Bemalung, was darauf hindeuten mag, dass das Flechtwerk der Liegefläche aufgemalt war.
Aus: Rattmann, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 372 (Kat.-Nr. 154).

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).