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Kopf einer Sphinx, vorgeblich der Königin Hatschepsut

Ident. Nr.: ÄM 34431

ObjID: obj:778400

Details (expert)

Creator/Entity
Robin Symes (1939),
Käufer*in
Date(s)
Hatschepsut - Thutmosis III.
Datierung engl.: Hatshepsut–Thutmose III
Additional titles
Collection title: Kopf einer Sphinx, vorgeblich der Königin Hatschepsut
Translation: Head of sphinx, perhaps of queen Hatshepsut
Geographical references
Material / Technique
Stein (Material)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 18,5 x 16 x 13 cm

Object Description

Dieser kleinformatige Königskopf kann aufgrund stilistischer Kriterien und porträthafter Ähnlichkeiten den Bildnissen der Pharaonen Hatschepsut oder Thutmosis III. zugewiesen werden. Anhaltspunkte hierfür bieten u.a. der leicht gebogene Nasenrücken und der Schnitt der Augen mit den verlängerten Lid- bzw. Schminkstrichen. Justiert man das Königsköpfchen entsprechend der vorgegebenen Blickachse und entsprechend der Bruchkanten des erhaltenen linken vorderen Teils des Königskopftuchs, wird deutlich, dass es ursprünglich zu einer kleineren Sphinx gehört haben muss. Trotz dieser recht eindeutigen Anhaltspunkte und einer Untersuchung des Gesteins durch das Rathgen-Forschungslabor wird von einigen Fachleuten die Authentizität des Stückes nach wie vor angezweifelt. Unabhängig von dieser Diskussion illustriert der Kopf anschaulich einige wichtige Details des königlichen Ornats, die sich seit der Zeit des Alten Reiches (seit 2600 v. Chr.) bis in die griechisch-römische Epoche als signifikant erhalten haben. Hierzu gehört das gefältete, quergestreifte Königskopftuch Nemes, das die Ohren frei lässt und in zwei, nach unten spitz auslaufenden Tuchteilen über die Schulter und das Schlüsselbein nach vorne auf dem oberen Brustbereich aufliegt. Am Hinterkopf wird dieses Tuch mittig zusammengebunden und endet meist in einer zopfartigen Rolle, die bis auf die Höhe des unteren Abschlusses der Schulterblätter reichen kann. Ein weiteres, unverzichtbares Detail des Königsornats ist die sich über der Stirn des Königs aufbäumende Kobra, deren Leib sich über den Scheitel des Königskopfes und seiner Kopfbedeckung windet. Die Ausgestaltung des Schlangenleibes und seiner Körperwindungen stellt ebenfalls ein signifikantes Datierungskriterium bei der Einordnung königlicher Plastik dar. Ein weiteres Merkmal der Königstracht ist ein künstlich geflochtener Bart, den der König zu bestimmten Anlässen trug und der mit einem Band unter der Kopfbedeckung oder Krone und am Kinn befestigt worden war. Die Ausformung dieses Zeremonialbartes kann ebenso wie die Kobra variieren und ist im vorliegenden Fall knebelartig und recht schlicht gestaltet. Das Befestigungsband ist bei dem Köpfchen nur zart eingeritzt, was Kritiker an der Echtheit der Skulptur zweifeln lässt.
(F. Seyfried)

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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