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Nachbildung eines Schreibgerätes

Ident. Nr.: G 591

ObjID: obj:779940

Details (expert)

Dating
20. Jh.
Additional titles
Collection title: Nachbildung eines Schreibgerätes
Translation: Replica of a complete writing kit
Geographical references
Material / Technique
Gips, Holz, Leder; bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 2 x 13,5 x 6,7 cm (Doppelschreibnapf)

Object Description

Spätestens seit dem Alten Reich bestand das Schreibzeug der Ägypter aus einer Schreibpalette mit zwei Näpfen für die rote und schwarze Farbe, einem Beutel zum Aufbewahren der Utensilien für das Anrühren der Tinte sowie einem rohrförmigen Behälter, in dem die Schreibbinsen aufbewahrt wurden. Diese drei Gegenstände waren mit einer Schnur verbunden. Darstellungen in Rund- und Flachplastik zeigen, dass die Schreiber ihr Werkzeug über der Schulter hängend trugen. Später wurden auch einteilige Schreibgeräte aus Holz verwendet (siehe ÄM 3427).
(J. Jancziak)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).