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Ident. Nr.: III A 493

ObjID: obj:783210

Details (expert)

Creator/Entity
Ismail I. Pascha (1830 - 1895),
Vorbesitzer*in
Weltausstellung Wien (1.5.1873 - 31.10.1873),
Aussteller*in
Date(s)
19. Jh.(2. Hälfte des)
Systematics/Type
Geographical references
Sudan,
Land
Weißer Nil,
Fluss/Gebiet
Material / Technique
Leder, Holz
Dimensions
Objektmaß: 12,5 x 39,1 x 65,4 cm
Durchmesser: 25 cm - 26 cm (Korpus)

Object Description

Ein runder, schalenförmiger Instrumentenkorpus aus Holz. Hautriemenspannung der Korpusdecke gegen einen auf der Schalenunterseite ruhenden Spannring aus gleichem Material. Zur Querstange hin divergierende und im Korpusinneren an den unteren Schalenrand stoßende Längsarme. Fünf Saiten. Knäuelringe, die die oberen Saitenenden zusammen mit Stoffstreifen und altem Saitenmaterial anbinden. Die unteren Saitenenden sind im Auslauf einer vom Spannring bis auf die Decke reichenden Hautriemenschlinge festgebunden. Im Scheitelpunkt der Schalenwölbung eine Perforation. An den Längsarmen angebunden sind das lange, dünne Hautplektrum und eine dicke Halteschnur aus gedrehtem pflanzlichem Material. Zwei runde und vier schlitzförmige, in symmetrischer Anordnung eingeschnittene Membranperforationen.
Arabische Aufschrift auf der Korpusdecke: „tanbüra al-sablh (?) birabäba min kurdufän yi- stacmilühä fl liyall al-’afräh“ (,Eine einer rabäba ähnelnde tanbüra aus Kordofan. Sie spielen sie zur Unterhaltung in den Nächten1.)
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Last updated: 23.09.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.