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Ident. Nr.: III A 4418

ObjID: obj:783301

Details (expert)

Creator/Entity
Ismael Gentz (1862-1914),
Sammler*in
Date(s)
Ende 19. Jahrhundert/Anfang 20. Jahrhundert
Systematics/Type
Geographical references
Material / Technique
Holz, Haut, Schnur
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 100,5 x 11 x 42,6 cm

Object Description

Als Instrumentenkorpus eine längliche, an den Schmalseiten zum Boden hin gerundete Holzschale mit rechteckigem Öffnungsumriß. Eine den Resonator und den an der Stirnseite angeschnitzten, trichterförmigen Tüllenfortsatz ganz umhüllende Haut, die an der Außen- und Unterseite in mehreren Nähten zusammengebunden ist. Als Hals ein leicht aufgebogenes, an den Wirbelperforationen etwas abgeflachtes, dünnes Rundholz. Tüllenschäftungsform. Die Wirbel fehlen. Von den fünf Saiten aus gedrehtem tierischem Gewebe ist eine vollständig erhalten. In der Membran und der Saitenhalterleiste sechs Perforationen. Im vorderen Deckenabschnitt zusätzlich eine seitliche, rechteckige Membranöffnung. Dort, wo der Hals in den Korpus eintritt, ist er durch Stoffumwicklungen verdickt.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Last updated: 23.09.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.