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Hieratischer Papyrus mit einem Onomastikon (Pap. Berlin P 7809 + P 7810, + Louvre AF 11112)

Ident. Nr.: P 7809

ObjID: obj:823518

Details (expert)

Dating
Genauer: ca. 100 n. Chr.
Additional titles
Collection title: Hieratischer Papyrus mit einem Onomastikon (Pap. Berlin P 7809 + P 7810, + Louvre AF 11112)
Translation: Hieratic papyrus with an onomasticon (Pap. Berlin P 7809 + P 7810, + Louvre AF 11112)
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 30,2 x 43,5 x 0,03 cm

Object Description

Dieser Papyrus ist nur noch sehr fragmentarisch in mehreren Bruchstücken über zwei Inventarnummern erhalten. Der in hieratisch abgefasste Text enthält ein sog. Onomastikon, also eine Liste mit Wörterverzeichnissen. Die noch vorhandenen Teile listen Bezeichnungen von Gottheiten, Möbeln, Gebäuden sowie Sternen auf. Aufgrund des in römischer Zeit erschwerten Verständnisses älterer religiöser Texte sind hier bei einzelnen Angaben supralineare Glossen in Demotisch und Altkoptisch angebracht worden, die nähere Erklärungen bieten.
Somit stellte der Papyrus ursprünglich ein theologisches Lehrbuch, dar, nach J. Osing ein "Handbuch zur materia sacra". Unter Anderem finden sich Erläuterungen zu Stationen aus dem Totenbuch, zu den die Ba-Mächten, der Götterneunheit oder den Götterbarken.
J. Moje

Last updated: 24.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).