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Hieratischer Papyrus mit dem Protokoll einer Inspektion von Gräbern

Ident. Nr.: P 10496

ObjID: obj:823531

Details (expert)

Involved
Heinrich Schäfer (29.10.1868 - 6.4.1957),
Käufer*in
Additional titles
Collection title: Hieratischer Papyrus mit dem Protokoll einer Inspektion von Gräbern
Translation: Hieratic papyrus with the protocol of an inspection of tombs
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 28,4 x 20,9 x 0,03 cm

Object Description

Am 7. Tag des ersten Sommermonats des 21. Regierungsjahres Ramses III. inspizierte eine Kommission unter dem Vorarbeiter Chonsu, zwei Schreibern und zwei Stellvertretern den Grabschacht im Grab des Arbeiters Chai-Nun, wobei sie bemerken, dass der Schacht des nahegelegenen Grabes des Amenemope offen lag. In dessen Sargkammer fand die Kommission auffälligerweise lediglich einen unbeschrifteten Sarg ohne weitere Beigaben. Amenemope muss im Folgenden anscheinend erklären, das das Grab tatsächlich seiner Familie gehört. Die Rekonstruktion der Vorgänge wird dadurch erschwert, dass der vorliegende Papyrus nur relativ knappe Notizen und Auszüge aus dem ursprünglichen, vollständigen Protokoll enthält. Weitere Notizen zu demselben Vorgang finden sich im Ostr. London British Museum EA 5624.

J. Moje

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).