Logo

Ident. Nr.: IV Ca 50427 a

ObjID: obj:832801

Details (expert)

Creator/Entity
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Date(s)
Policromo Medio (800-1350)
Geographical references
Zapatera,
Insel
Fundort: Guabillo
Material / Technique
Ton
Dimensions
Objektmaß: 7,4 x 12,7 x 11,7 cm
Wandstärke: 0,45 cm bis 0,6 cm

Object Description

Stark fragmentierte Schale mit Standring. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und poliert.

Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die rot, orange und schwarz bemalt wurde. Die Innenseite des Objekts wird durch ein randständiges, umlaufendes, schwarzes Band verziert. An der Wand befindet sich ein umlaufender Fries, der aus mehreren Panelen besteht. Die sichtbaren Bildfelder sind orange grundiert. Auf einem Sektor erscheint ein geflecktes, raubkatzenähnliches Wesen, das auf das Mann-Jaguar Thema anspielt. Der Boden des Gefäßes blieb unverziert.

Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran-Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoameri-kanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. Die Variante gilt als diagnostischer Anzeiger für die erste Hälfte des Policromo Medio (1350-800d.C.). Ihre Keramiken dienten als überregionale Handelsware. Das Objekt stammt aus einem Gräberfeld, das aus etwa 30 Tumuli besteht.

(Künne, 2005)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

Additional items from the collections

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}